Beschreibung

Sicherheitswerkbänke (Klasse 2 und 3) oder Tisch Laminar Flow´s sind die kleinsten Formen eines Reinraumes. Diese Werkbänke sind meist nur für eine od. maximal zwei Personen konzipiert und unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Schutzfunktion. Sie arbeiten im inneren mit turbulenzarmer Verdrängungsströmung und erreichen auf Arbeitshöhe eine Luftreinheit bis Klasse ISO 1 und A nach GMP. Typischerweise wird bei diesen Systemen zum Großteil mit Umluft gearbeitet um die HEPA-Filter nicht unnötig zu belasten. Durch die verschiedenartige Zuführung des Frischluftanteils gibt es Werkbänke die im Unterdruck (Frischluft über die Frontöffnung) betrieben werden (Produkt- und Personenschutz), aber auch andere die im Arbeitsbereich im Überdruck (Frischluft an der Oberseite) sind und daher nur für Produktschutz konzipiert sind (Tisch-LF). Digestoren (Klasse 1) sind reine Abluftsysteme mit Unterdruck im Inneren und dienen rein dem Personenschutz.

Der Isolator ist eine spezielle Form der Sicherheitswerkbank. Dabei ist das Produkt von der Person durch eine Barriere getrennt. Mit an der Frontseite fix angebrachten Handschuhen kann das Produkt im Inneren manipuliert werden. Durch seitliche Produktschleusen wird das Produkt ein- und ausgeschleust.

Vorteil gegenüber herkömmlichen Systemen: Höhere Produkt- und Personensicherheit, geringe Anforderungen an den Vorbereich und arbeitende Person Nachteile: hohe Kosten, unhandliches Arbeiten Die Anwendung beschränkt sich auf Tätigkeiten mit geringem Platzbedarf. Der Vorteil der Sicherheitswerkbänke liegt darin, dass durch geringe Investitionskosten ein kleiner, aber sehr hochwertiger Reinraumbereich geschaffen wird. Jedoch muss die zusätzliche Wärmebelastung an den Raum beachtet werden. Bei manchen Systemen ist auch eine Fortluftanlage erforderlich (z.B.: Zytostatikerwerkbänke).